Nardos leichter Sieger im Rubaiyat – Großer Münchner Herbst-Preis

Nardos mit Thore Hammer-Hansen gewinnt den Rubaiyat – Großen Münchner Herbst-Preis 2026 auf der Galopprennbahn München-Riem

Für Championjockey Thore Hammer-Hansen läuft es zurzeit wie am Schnürchen. Nach einem erfolgreichen Meeting am vergangenen Wochenende in Baden-Baden hat der 27-jährige Däne auch auf der Galopprennbahn in München-Riem seine gute Form unter Beweis gestellt. Auf dem Weg zum dritten deutschen Meistertitel in Folge schlugen zwei weitere Siege zu Buche.

Darunter war auch der Erfolg im Hauptereignis am Samstag, dem mit 35.000 Euro dotierten Rubaiyat – Großer Münchner Herbst-Preis. Mit dem dreijährigen Hengst Nardos siegte Hammer-Hansen leicht in dem Sprint über 1.300 m der internationalen Kategorie Listenrennen. „Wir hatten einen aufwendigen Rennverlauf“, so der Reiter, „aber er war heute sehr dominant“.

Nardos wird von Henk Grewe, der am Samstag ebenfalls zwei Rennen gewann, in Köln trainiert und steht im Besitz des Präsidenten des Kölner Renn-Vereins, Eckhard Sauren. Dieser kaufte den vom Gestüt Brümmerhof gezüchteten Hengst vor zwei Jahren für 105.000 Euro auf der BBAG-Jährlingsauktion.

Eine starke Leistung hinter Nardos zeigte der vor Ort von John David Hillis trainierte Royal Ice als Zweiter vor Espero. Enttäuschend war dagegen das Laufen des Favoriten Loucas, der in der Zielgeraden aus aussichtsreicher Position schnell die Segel streichen musste und Letzter im Neunerfeld wurde.

Nora Cronauer auf dem Weg zur Weltmeisterin

Die Amateurreiterin Nora Cronauer hat beste Chancen, Weltmeisterin zu werden: Die 22-Jährige aus dem südwestpfälzischen Münchweiler baute ihre Führung in der Fegentri-WM-Wertung durch einen Sieg im Preis der Carl v. Rohrer-Vermögensverwaltung, einem mit 7.000 Euro dotierten Ausgleich IV über 1.500 m, weiter aus. Sie gewann mit der vierjährigen Stute Kelani überlegen – es war der erste Sieg der Stute bei ihrem 17. Start.

„Der Trainer war sich sicher, also hatte ich auch ein gutes Gefühl“, so Cronauer nach dem leichten Erfolg. Nach ihren WM-Chancen gefragt, sagte sie: „Im Moment bin ich einfach nur glücklich, vorne zu sein“. Großes Lob kam vom Trainer, dem Münchner Michael Figge: „Sie ist cool geblieben, oft ist das Tempo in Amateurrennen anfangs viel zu hoch“.

Figge trainierte auch die Siegerin im Preis vom Schloss Tüssling, einem Ausgleich IV über 1.300 m: die fünfjährige Stute Amazing Luna mit dem Franzosen Thomas Guineheux im Sattel. Es war der letzte Lauf zum Bayerischen Amateurchampionat, das sich der Franzose Kevin Braye mit dem zweiten Platz auf Bocca di Lupo sicherte. Betreut wird der vierjährige Wallach von Gerald Geisler in Iffezheim bei Baden-Baden, der in der Trainerwertung vorne liegt.

Und noch ein Amateur gewann am Samstag in Riem: Swen Straßmeier steuerte den Außenseiter Noreia’s Secondo im Automobilforum-Kuttendreier-Rennen, einem Ausgleich IV über 2.400 m, gegen die Profis zum Sieg. Trainiert wird der siebenjährige Wallach von Jutta Mayer in Riem.

Den Schlusspunkt setzte ebenfalls ein Heimtrainer: Werner Glanz gewann mit dem fünfjährigen Kaviar den Auktionshaus-Nusser-Preis, einen Ausgleich III über 1.600 m. „Das war mein erster Erfolg in München“, freute sich der 16-jährige Nachwuchsreiter Marian Betl.

Finale am 7. November

Das große Saisonfinale in München steigt am Samstag, dem 7. November, mit dem Großen Allianz Preis von Bayern, einem mit 155.000 Euro dotierten Gruppe-I-Rennen.