Er gehört ohne Frage zu den besten Pferden in Deutschland: Der dreijährige Hengst Loucas hat Anfang September ein Gruppe-II-Rennen über die Meile (1.600 m) in Baden-Baden gewonnen. Am Samstag ist der Schützling von Trainer Waldemar Hickst der Star im Rubaiyat – Großer Münchner Herbst-Preis, einem mit 35.000 Euro dotierten Listenrennen.
Gruppe- und Listenrennen zählen zu den international sportlich wie züchterisch so wertvollen „Black-Type“-Prüfungen. Der vom Gestüt Karlshof gezüchtete Namensgeber Rubaiyat war selbst fünffacher Gruppesieger für Darius Racing und wurde 2019 zum „Galopper des Jahres“ gewählt. Er ist jetzt Deckhengst im Gestüt Ohlerweiherhof im Saarland.
Lukrative Chancen für die Wetter
Der 1.300 m lange Sprint (5. Rennen) ist der Höhepunkt des vorletzten Renntags mit insgesamt acht Rennen, bei dem auch die Amateure eine ganz zentrale Rolle spielen. Der erste Start ist um 13:30 Uhr. Für die Wetter gibt es viel Geld in der V7-Wette zu gewinnen. Wer in den Rennen 2 (Preis der Abendzeitung) bis 8 (Auktionshaus-Nusser-Preis) mit dem Sieger richtig liegt, hat die Chance, 25.000 Euro zu verdienen. In der V4-Wette (Rennen 5 bis 8) garantiert der Münchener Rennverein immerhin noch 10.000 Euro Gewinnausschüttung.
„Für alle, die beim Wetten keine so glückliche Hand haben, gibt es durch die Wettnietenverlosung mit tollen Preisen eine zweite Chance“, betont Sascha Multerer, der Geschäftsführer des Münchener Rennvereins. „Ein feines gastronomisches Angebot und ein unterhaltsames Kinderprogramm runden den Renntag für den Familienbesuch ab.“
Neun Gegner für Loucas
Im sportlichen Highlight bekommt es Loucas mit neun Gegnern zu tun, gegenüber denen er dank seines Gruppesiegs Gewichtsvorgaben leisten muss. So trägt der ebenfalls hoch eingeschätzte, gleichaltrige Nardos, der von Henk Grewe trainiert wird, drei Kilogramm weniger. Der in Frankreich tätige Japaner Satoshi Kobayashi schickt mit Time Goes On und Kalkara zwei Pferde an den Ablauf, die auf einen ersten Sieg im Listenrennen hoffen.
Zwei Rennen für die Amateure
In zwei Rennen sind die Amateure gefragt: Im Preis der Carl v. Rohrer-Vermögensverwaltung (6. Rennen), einem mit 7.000 Euro dotierten Ausgleich IV über 1.500 m, geht es um die Weltmeisterschaft der Amateurreiterinnen. Denn das Rennen ist Teil der vom Amateurdachverband ausgerichteten Fegentri World Championship. Die aus dem südwestpfälzischen Münchweiler stammende Nora Cronauer führt aktuell die Rangliste an. Mit der von Michael Figge vor Ort in Riem trainierten vierjährigen Stute Kelani hat sie die Chance, den Vorsprung auszubauen. Zehn Pferde laufen.
Zuvor geht es im Preis vom Schloss Tüssling (3. Rennen) um das Bayerische Amateurchampionat. Der Ausgleich IV führt über 1.300 m, es laufen neun Pferde. Der in der Wertung führende Swen Straßmeier reitet die von John David Hillis trainierte sechsjährige Grey Darling, der knapp hinter ihm liegende Kevin Braye steuert den von Gerald Geisler im badischen Iffezheim betreuten vierjährigen Bocca di Lupo. In der Trainerwertung führt Geisler deutlich vor Michael Figge.




