Das Saisonfinale auf der Galopprennbahn in München-Riem hat es in sich: Der „Premium-Renntag“ am Samstag übertrifft alle Erwartungen, bevor der Vorhang für dieses Jahr fällt. Zum einen hat der Große Allianz Preis von Bayern mit zehn Startern ein zahlenmäßig wie sportlich starkes Klassefeld angelockt, zum anderen werden gleich zwei lukrative BBAG-Auktionsrennen entschieden. Und in keiner der neun Prüfungen am Samstag geht es um weniger als 15.000 Euro Preisgeld.
Internationales Klassefeld im Großen Allianz Preis von Bayern
Mehr als das Zehnfache, genauer gesagt 155.000 Euro, gibt es im Hauptereignis zu verdienen. Der Große Allianz Preis von Bayern ist das letzte von sieben Gruppe-I-Rennen in Deutschland und führt über 2.400 Meter. Vier Gäste, je zwei aus England und Frankreich, nehmen teil. Die internationalen Toptrainer Francis-Henri Graffard und Sir Mark Prescott schicken mit Tajlina beziehungsweise Consent zwei vierjährige Stuten. Im Sattel von Consent sitzt Luke Morris, der für Prescott 2021 mit Alpinista das Rennen gewonnen hat. Tajlina wird von Pierre-Charles Boudot, dem mehrfachen französischen Championjockey, geritten. Mit James Doyle, der den vierjährigen Gethin reitet, kommt ein weiterer Weltklassemann nach Riem. Benjamin Marie steuert den Außenseiter Herbal aus Frankreich.
Der Riemer Trainer Michael Figge vertraut für seinen vierjährigen Snow Player ebenfalls auf einen Franzosen, auf Antoine Hamelin. Snow Player und auch der von Henk Grewe trainierte Akido haben zuletzt überraschend starke Vorstellungen gezeigt, die sie nun untermauern müssen. Keinen Beweis ihrer Klasse mehr schuldig ist die vierjährige Santagada, die Peter Schiergen in Köln vorbereitet. Sechs Gruppe-Siege sprechen für sich. Der zweite Schiergen-Starter Daytona ist hingegen Außenseiter, während Global Health (Fabian Xaver Weißmeier) und der Derbysieger 2025, Hochkönig (Yasmin Almenräder), mit guten Formen an den Ablauf kommen.
Zwei BBAG-Auktionsrennen und der World Pool
Die Stars der Zukunft werden im BBAG-Auktionsrennen über 1.600 Meter gesucht. In dem mit 52.000 Euro dotierten Rennen läuft ein Dutzend zweijähriger Vollblüter. Darunter ist auch Karlos aus dem Schiergen-Stall, der Mitte Oktober in Baden-Baden 100.000 Euro Siegprämie im Ferdinand-Leisten-Memorial verdiente. Das Rennen trägt den Beinamen „World Pool Juvenile“ – ein Hinweis darauf, dass die Rennen 5 bis 8 (mit dem Großen Allianz-Preis von Bayern) im von Hongkong aus organisierten World Pool zu sehen und zu bewetten sind. Diese internationale Verbreitung verspricht Mehreinnahmen für den Münchener Rennverein und den deutschen Galoppsport.
Als Preis der Pferdeklinik Parsdorf wird ein weiteres BBAG-Auktionsrennen ausgetragen, dieses Mal für die Dreijährigen. Nach dem Abbruch des Renntags in Halle am vergangenen Sonntag wegen Rutschgefahr auf dem Geläuf ist die mit 37.500 Euro dotierte Prüfung über 2.200 Meter ins Münchener Programm integriert worden. Sieben Pferde laufen. Das Rennen ist auch der Auftakt der V7-Wette, bei der es gilt, die Sieger der Rennen 3 bis 9 richtig zu tippen. Der Münchener Rennverein garantiert eine Gewinnausschüttung von 30.000 Euro, inklusive eines Jackpots von 7.000 Euro.
Neun Rennen von 11:50 bis 16:10 Uhr
Der letzte Renntag des Jahres beginnt am Samstag um 11:50 Uhr. Im Preis der Allianz-Vertretung Wittmann über 2.200 Meter treten zehn zweijährige Vollblüter an. Zum letzten Mal in diesem Jahr ertönt die Startglocke in Riem um 16:10 Uhr. Mit 16 Pferden bietet der Ausgleich III über 2.200 Meter eine knifflige Wettaufgabe zum Schluss; das gilt auch für die mit 10.000 Euro garantierte V4-Wette, die in den Rennen 6 bis 9 ausgespielt wird.
Auf einen Blick
- Wann: Samstag, 7. November 2026, erstes Rennen um 11:50 Uhr, letztes Rennen um 16:10 Uhr
- Wo: Galopprennbahn München-Riem
- Hauptrennen: Großer Allianz-Preis von Bayern (Gruppe I, 2.400 Meter, 155.000 Euro), 8. Rennen
- Außerdem: zwei BBAG-Auktionsrennen (52.000 Euro und 37.500 Euro), V7-Wette mit 30.000 Euro und V4-Wette mit 10.000 Euro garantierter Ausschüttung




