Nach drei Jahren hat die V7-Wette auf der Galopprennbahn in München-Riem ihr erfolgreiches Comeback gefeiert. Der Geschäftsführer des Münchener Rennvereins, Sascha Multerer, zeigte sich zufrieden mit dem Neustart der Wette, bei der es gilt, die Sieger in allen sieben Rennen richtig zu tippen. „Das war ein erfolgreicher Neustart“, so Multerer. „Überhaupt hat uns der sonnige Allianz Familien-Renntag mit mehr Besuchern als im Vorjahr – es waren rund 3.500 Menschen auf der Bahn – sehr gut gefallen.“
Den Auftakt machte der dreijährige Hengst See Ares über 1.400m. Trainiert von Henk Grewe in Köln siegte der Favorit mit Leon Wolff im Sattel ganz überlegen. Auch das zweite Rennen des Tages holte sich der Favorit: Der von Werner Glanz in Riem vorbereitete fünfjährige Kaviar ließ unter dem mehrfachen deutschen Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev gegen den Trainingsgefährten Pepperfly im Preis von VD Mayr über 2.000m nichts anbrennen.
Zwei Siege für Hillis und Murzabayev
Murzabayev sichert sich noch einen zweiten Tagestreffer, im vorletzten Rennen, dem Paktum-Preis über 1.500m. Mit der siebenjährigen Stute Djariya überrollte er in der Zielgerade die acht Konkurrenten und verwies die Favoritin Amazing Luna auf den zweiten Rang. Trainiert wird Djariya vor Ort von John David Hillis. „Es ist wunderschön, auf der Heimatbahn zwei Rennen an einem Tag zu gewinnen“, sagte der ehemalige Jockey aus Irland, der seit 2010 in München als selbstständiger Trainer tätig ist.
Hillis hatte zuvor bereits im sportlichen Highlight des Tages, dem mit 7.500 Euro dotierten Preis vom Allianz Familienfest, ein Ausgleich III über 2.000m, triumphiert. Der schon achtjährige Launching Percy im Besitz des Stalles Servus Habedehre bewies unter Eduardo Pedroza seine ganze Erfahrung. „Ich hatte ein gutes Gefühl und ihn deshalb erst spät nach vorne geschickt“, so der Siegreiter.
Akronym meldet sich zurück
Das eigene Pferd selbst trainieren, das macht Birgit Wagner aus Langenhagen bei Hannover. Mit dem fünfjährigen Invincible Royale gewann sie den MIG-Fonds Preis, ebenfalls ein Ausgleich III, aber über schnelle 1.300m. Nachwuchsreiter Esentur Turganaaly Uulu steuerte den „Unschlagbaren“ zum Sieg.
Nach fast zwei Jahren Pause meldete sich die vierjährige Stute Akronym aus dem berühmten Gestüt Röttgen über 1.600m in Riem zurück. Der Schützling von Maxim Pecheur siegte unter Rene Piechulek am Ende leicht. Den Schlusspunkt setzten die Amateure. Im Ausgleich IV über 2.000m gewann der fünfjährige Superjet. Swen Straßmeier aus dem Landkreis Landshut in Niederbayern fungiert hier in Personalunion: Als Reiter, Trainer und Besitzer.
Am 22. Juni geht es weiter
Der nächste Renntag ist am Montag, 22. Juni, der beliebte After-Work-Renntag, bei dem die Rennbahn in Riem bei gutem Wetter wieder prall gefüllt sein dürfte. Neben sieben Galopprennen steht auch ein Trabrennen auf der Karte.




