Großes Kino am Großen Dallmayr-Preis-Renntag

Der populärste Renntag auf der Galopprennbahn in München-Riem feiert am Sonntag Jubiläum: Seit 50 Jahren gibt es einen Dallmayr-Preis, den Konrad-Werner Wille 1976 ins Leben gerufen hat. An den Gründervater erinnert der Münchener Rennverein mit dem Konrad Werner Wille-Memorial, ein mit 30.000 Euro dotiertes Listenrennen für dreijährige und ältere Stuten über 1.400m. Sportliches Highlight ist aber natürlich der Große Dallmayr-Preis, der seit 1996 das Bayerische Zuchtrennen fortschreibt, das seit 1866 ausgetragen wird. Der Große Dallmayr-Preis über 2.000m ist eines von nur sieben Gruppe I-Rennen in Deutschland und zählt somit zu den Toprennen in Europa. Diese Internationalität spiegelt sich im Teilnehmerfeld wider. Denn sechs der zehn Teilnehmer kommen aus England und Irland angereist, um sich um die 155.000 Euro Preisgeld zu messen. Mit ihnen kommen Weltklassejockeys wie James Doyle und Oisin Murphy. Doyle reitet für den Emir von Katar den sechsjährigen Silawi, der aus einer längeren Pause kommt, davor aber Zweiter in einem Gruppe I-Rennen in Dubai wurde. Der fünffache britische Championjockey Murphy steuert den vierjährigen Wimbledon Hawkeye, der beim weltberühmten Royal Ascot Meeting vor kurzem Zweiter in einem stark besetzten Listenrennen wurde. Beide zählen aber nicht unbedingt zu den Favoriten. Unter den deutschen Startern richten sich die Hoffnungen auf den dreijährigen Seguro, der zwei Gr.III-Rennen in Folge gewinnen konnte. Für den Schützling von Andreas Suborics ist dies aber mit Abstand die schwierigste Aufgabe. Ein starkes Laufen darf auch von der überaus konstanten Stute Santagada erwarten, die von Peter Schiergen trainiert wird. Die Vierjährige trägt die Rennfarben des Gestüts Park Wiedingen, die 2022 mit Sammarco triumphierten. Es war der vorerst letzte deutsche Sieg.

„Der Dallmayr-Renntag ist aufgrund des großen Engagements des berühmten Kaffeehauses ein ganz besonderes Erlebnis“, sagt der Geschäftsführer des Münchener Rennvereins, Sascha Multerer. „Dazu gehören traditionell der große Kaffeeausschank und die Verlosung der wertvollen Geschenkkörbe.“ Viel Andrang dürfte auch am Glücksrad des Dallmayr-Coffee-Club-Mobils herrschen. Das große Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken und Kasperl-Theater ist Standard in Riem.

Neun Rennen sind am Sonntag angesetzt, der erste Start erfolgt um 11:14 Uhr. Neben der V4- und V7-Wette mit 10.000 Euro und 25.000 Euro garantierter Gewinnausschüttung wird in München erstmals die Quintett-Wette ausgespielt. Hier gilt es die ersten 5 in der richtigen Reihenfolge zu tippen. Es stehen mindestens 125.000 Euro inklusive eines Jackpots von 88.502,20 EUR bereit, die unter den Gewinnern aufgeteilt werden. Der Renntag in Riem hat nicht nur ein sehr internationales Starterfeld, sondern findet im Ausland auch großes Interesse. Die ersten sechs Rennen des Tages werden im Wettprogramm der französischen Wettgesellschaft PMU übertragen, die Rennen 5 und 6 (Großer Dallmayr-Preis um 14:10 Uhr) sind zudem Teil des World Pool in Hongkong und erreicht somit Galoppfans in aller Welt.