Viel Geld dank lukrativer Jackpots zu verdienen – Listenrennen im Mittelpunkt

Normalerweise würde der kommende Samstag, 22. August, auf der Galopprennbahn in München-Riem unter der Überschrift „Ein Renntag für den Basissport“ stehen. Doch zwei Entwicklungen machen eine besondere Veranstaltung daraus: Zum einen ist der Münchener Rennverein kurzfristig eingesprungen, um nach der Absage des Renntags in Düsseldorf zwei sportlich wichtige Rennen für die Besitzer und Aktiven zu retten. Zum anderen haben die nicht getroffenen Wetten am Großen Dallmayr-Tag Ende Juli dafür gesorgt, dass zwei sehr lukrative Jackpots zur Ausschüttung kommen.

Wildschweinschäden in Düsseldorf
In Düsseldorf haben Wildschwein-Schäden auf dem Geläuf den Renntag platzen lassen. In Riem wird deshalb am Samstag das dort geplante Listenrennen über 1.600m ausgetragen. In der mit 30.000 Euro dotierte Prüfung, der Großen Wettstar.de-Meile, kommen sieben Pferde an den Ablauf, darunter vier Dreijährige. Gespannt darf man vor allem auf den von Waldemar Hickst trainierten Loucas sein, der nach dem Start im Deutschen Derby über 2.400m wieder auf die Meile zurückkehrt. Dort hat er als Dritter in den German 2000 Guineas (Gruppe II) überzeugt.

Auch der vor Ort von Sarah Steinberg vorbereite Waladares zählt zu den besseren Pferden seines Jahrgangs und versucht sich wieder über eine deutlich kürzere Distanz als zuletzt. Unter den älteren Vollblütern ist vor allem der sechsjährige Montanus aus dem Quartier von Yasmin Almenräder zu beachten. Er war zuletzt Dritter in einem Gruppe III-Rennen über 1.600m und hatte davor zwei Top-Handicaps gewonnen.

Das zweite übernommene Rennen aus Düsseldorf, der Preis der BBAG Jährlings-Auktion, führt ebenfalls über 1.600m und ist mit 10.000 Euro dotiert. Rechnungsfavoritin im Sechser-Feld ist die von Steinberg trainierte Stute Deia’s Delight. Gerald Geisler aus dem badischen Iffezheim schickt gleich drei Pferde an den Ablauf.

Blick auf die Torquartor Tasso-Nachkommen
Neben diesen neu hinzugekommen Prüfungen ist vor allem das MIG-Fonds-Rennen zum Auftakt (Start 10:50h) zu beachten. Hier laufen neun Zweijährige über 1.600m. Gespannt sind die Galoppfans vor allem auf das Abschneiden von Laveran (Trainer Andreas Wöhler) und Westana (Maxim Pecheur), die beide von Torquator Tasso abstammen, dem Gewinner des wichtigsten Rennen Europas, den Prix de l’Arc de Triomphe im Jahr 2021. Sein erster Jahrgang als Deckhengst ist nun auf der Rennbahn.

V4- und V7-Wetten mit Jackpots
Für die Wetter sind vor allem die V7- und die V4-Wette interessant. Es gilt, die Sieger in sieben bzw. vier Rennen richtig zu tippen. Die V7 beginnt mit dem vierten Rennen des Tages (Start 12:37 Uhr) und der Rennverein garantiert eine Mindestausschüttung von insgesamt 60.000 Euro an die Gewinner. Darin enthalten ist ein Jackpot von 18.182,92 Euro, der im Gewinnfall für eine höhere Quote sorgt. Die V4-Wette umfasst die letzten vier Rennen des Tages 7 bis 10 und hat 40.000 Euro im Pool, inklusive eines Jackpots von 11.189,63 Euro.
Angesichts dieser Gewinnmöglichkeiten wird die letzte Prüfung des Tages, das Amateurrennen über 1.400m (geplanter Start 15:50h), mit acht Reiterinnen und Reitern viel Aufmerksamkeit finden. Denn hier entscheidet sich, ob die Jackpots weiterwachsen und dann beim nächsten Münchner Renntag am 14. September ausgespielt werden.