Der schon traditionelle Wiesn-Renntag in Zusammenarbeit mit LOTTO Bayern auf der Galopprennbahn in München-Riem hat sich zumindest für zwei Trainer vor Ort besonders gelohnt: Werner Glanz und John David Hillis, beide seit vielen Jahren eine feste Größe in der Riemer Trainingszentrale, landeten am Montag gleich je zwei Heimsiege.
Gleich zum Auftakt des After-Work-Renntags gewann Hillis mit der zweijährigen Stute Rock my Ice für SARL Plersch Breeding den Preis der MIG-Fonds über 1.300 m. Championjockey Thore Hammer-Hansen wartete mit seinem Angriff an der Innenseite und verwies die favorisierten Davia (Gestüt Röttgen) und Great Again (Gestüt Schlenderhan) auf die Plätze. „Die Stute ist super geschult und ich konnte mich lange führen lassen“, so der Siegreiter, der seinen dritten Championatstitel in Folge anstrebt.
Mit der bereits siebenjährigen Djariya holte sich Hillis im Preis der Faschingsgesellschaft Hollaria Augsburg noch einen Ausgleich IV über 1.500 m – nach einem packenden Finish gegen den Gast aus Tschechien, Recssio. Im Sattel der Siegerin saß Amateur Swen Straßmeier. Die Siegpreise überreichte das Prinzenpaar der Hollaria in großer Gala-Garderobe – ein sehr farbiges Highlight des Renntags.
Glanz gewinnt die wertvollsten Handicaps
Prall gefüllt war das Siegerpodium nach dem LOTTO Bayern Grand Prix, einem Ausgleich III über 2.000 m. Denn es siegte die von Werner Glanz für den Galopp Club Süddeutschland trainierte fünfjährige Stute Venezia. Jockey Hammer-Hansen hatte wenig Mühe: „Sie ist ein bisschen speziell, aber ich habe sie inzwischen so oft geritten, dass ich gut mit ihr klarkomme“. Der in München groß gewordene Martin Seidl sorgte dann mit der vierjährigen Pepperfly für den zweiten Ausgleich-III-Sieg für Glanz an diesem Abend, dieses Mal über 2.400 m im Bayernlos-Preis. Auch hier gab es 4.000 Euro für den Sieg.
Zwei der insgesamt sechs Galopprennen des Tages gingen an Gästetrainer, wobei Gerald Geisler quasi einen Heimvorteil hat. Bevor er 2010 nach Iffezheim bei Baden-Baden wechselte, war er fünf Jahre in Riem tätig. Seitdem kommt er regelmäßig nach München und ist auch immer wieder erfolgreich. Am Montag gewann er mit dem siebenjährigen Santino Corleone den Preis der Glücksspirale, einen Ausgleich IV über 2.000 m. Zugelassen waren nur Amateurreiter und der amtierende Champion, Kevin Braye, servierte dem Wallach im Besitz von Godfather Racing das ideale Rennen. „Der weiche Boden war perfekt für ihn“, so Braye. „Mein Dank geht an den Trainer. Eigentlich wollte er hier nicht laufen, aber er hat es für mich getan“.
„Chista war einfach etwas besser“
Das vielleicht beste Pferd des Tages war im Preis der Bayerischen Spielbanken zu sehen. Im Sieglosen-Rennen für Dreijährige über 1.600 m gewann die Schimmelstute Chista ganz souverän für Darius Racing und den Münchener Rennvereins-Präsidenten Michael Motschmann. „Die Stute war einfach ein bisschen besser als die anderen“, sagte Jockey Michael Abik, der von der Spitze aus nichts anbrennen ließ. Trainiert wird Chista in Köln von Waldemar Hickst.
Zweites Trabrennen der Saison holt sich Valesco
Neben sechs Galopprennen stand auch ein Trabrennen auf dem Programm. Nach einem Rennen durch äußere Spuren siegte Stall Wieserhofs Valesco (Christoph Schwarz) knapp vor dem hartnäckig attackierenden Victory Ares (Christoph Fischer) und der sehr starken Fortalezza DB (Marion Dinzinger). Siegfahrer Christoph Schwarz hob den großen Willen des siegreichen Pferdes hervor, der auch nach aufwändigen Rennverläufen nicht aufsteckt.
Die vom Münchener Rennverein angebotenen V4- und V7-Wetten wurden erfolgreich gespielt. Bei der V7, bei der es galt, die Sieger der sechs Galopprennen – und des Trabrennens zum Abschluss – richtig zu tippen, betrug die Quote 4.166,67 Euro bei einem Grundeinsatz von 5 Cent. Bei der V4 waren es 1.250 Euro bei einem Grundeinsatz von einem Euro.
Der nächste Renntag in Riem steht am Samstag, den 24.10.2026 auf dem Programm. Highlight der Karte wird dann der Isfahan Münchner Herbst-Preis, ein Listenrennen über 1.300 m sein.




